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Erste "anders wachsen"-Referentin beginnt Dienst

Arbeit an Modellgemeinden im Raum Dresden als Schwerpunkt

Anna Groschwitz ist die erste Referentin für die christliche Initiative "anders wachsen". Die 32-jährige Sozialpädagogin wird ab 1. Juli für drei Jahre schwerpunktmäßig mit Kirchgemeinden im Raum Dresden arbeiten. Ziel ist die Profilierung von Modellgemeinden, die eine "Ethik des Genug" in Frömmigkeit, Gemeindeaufbau, Lebenspraxis und Bildungsarbeit umsetzen.

"Dass wir unsere Lebensweise ändern müssen, um für nachfolgende Generationen und für unsere Geschwister weltweit ein friedliches und gutes Zusammenleben zu ermöglichen, ist schon lange kein Geheimnis mehr", so Anna Groschwitz. "Dies auch als Thema christlichen Alltags zu verstehen, erscheint mir naheliegend. Und so freue ich mich sehr darauf, gemeinsam mit Kirchgemeinden Ideen zu entwickeln und Schritte des Handelns zu wagen."

Anna Groschwitz wurde im sächsischen Vogtland geboren und studierte Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Dresden. Während ihres Studiums sammelte sie Erfahrungen im Globalen Lernen, beschäftigte sich mit diversen Bildungskonzepten und bildete sich theaterpädagogisch weiter. Sie lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie in Dresden.

Anstellungsträger ist das Ökumenische Informationszentrum Dresden. Die Einrichtung der 50-Prozent-Stelle ermöglicht die Inlandsförderung des Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Auch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens sowie die beiden Dresdner Kirchenbezirke beteiligen sich an der Finanzierung.

Für die Ausstattung der Stelle werden außerdem noch mindestens 4000 Euro Spenden benötigt. Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann das unter folgender Bankverbindung tun:

Ökumenisches Informationszentrum e.V.
IBAN: DE07 3506 0190 1617 8100 14
BIC: GENODED1DKD

Der Konzeptionsentwurf für eine "anders wachsen"-Modellgemeinde findet sich hier auf der Website.


Die neue Referentin ist folgendermaßen erreichbar:

Anna Groschwitz

Ökumenisches Informationszentrum Dresden e. V.

Referentin für "anders wachsen"

Kreuzstraße 7

01067 Dresden

Tel. 0351-4923365

anna.groschwitz@anders-wachsen.de

 

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Weihnachtsrundbrief 2016

 Lasset das Zagen, verbannet die Klage, Stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!“

Diese Worte aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium haben mich kürzlich beim gemeinsamen Kekse Backen mit meinen Kindern überrascht, ja fast überrumpelt – und sehr berührt.
Seit fünf spannenden Monaten bin ich als Referentin für die Initiative anders wachsen im Dienst. Fünf Monate des Eigentlich-Sofort-Mittendrin-Seins und das von Anfang an. Nicht nur, dass ich im Herzen Dresdens, an der Kreuzkirche im ÖIZ meinen Schreibtisch habe und die Kirchenbezirke meine Stelle kofinanzieren und mich in einem Beirat mit unterstützen; bereits in den ersten Wochen meiner Dienstzeit kamen neugierige Anfragen und Kooperationsangebote und -ideen zu anders wachsen ins Haus geflattert.

Aber auch fünf Monate des Ankommens - neben der Erfassung des Themenspektrums, dessen Diskurse und Netzwerke tastete ich mich auch in die beiden Dresdner Kirchenbezirke vor. Mit Vorträgen, Gesprächskreisen und Workshops war ich in Gemeinden unterwegs und habe die Initiative und deren Ideen vorgestellt. Besonders die Begegnungen mit Menschen und deren Ideen und Fragen im Gespräch bedeuteten mir dabei viel und bewegen mich immer wieder zu eigenen Gedanken.
Und auch fünf Monate des wachsenden Respektes vor der Aufgabe. Es geht vielleicht nicht so zügig voran, wie ich es mir noch vorgestellt hatte, als ich das Konzept des Projektes am Anfang in der Hand hielt. Noch ist keine der Gemeinden wirklich fest im Sattel auf dem Weg zu einer „anders wachsen – Gemeinde“. Das kann sich dann manchmal wie das bach‘sche Zagen anfühlen. Und doch gibt es bereits hoffnungsvolle Ansätze!

Aber es bleibt ein gewachsener Respekt - und ich finde es schön, an dieser Stelle auf das Wachsen zurückgreifen zu können - diese bestimmte Art von Respekt, die entsteht, wenn sich eine Idee langsam mit (eigenen) Erfahrungen und den ganz bestimmten Menschen anfüllt. Mehr als einige von ihnen habe ich schon erreichen können; punktuell erfahren die Gemeinden in den beiden Dresdner Kirchenbezirken Impulse zu Fragen und Anregungen von anders wachsen zur Wachstumsgesellschaft. Und aus diesen Punkten kann sich ein Netz knüpfen und verdichten.
Wunderbar und hoffnungstragend ist auch die Entstehung einer Arbeitsgruppe innerhalb des ÖIZ: Gemeinsam mit ehrenamtlich Engagierten möchten die Referate Schöpfungsbewahrung, Gerechtigkeit und anders wachsen Dresdner Kirchgemeinden beraten, vernetzen und weiterbilden, um sie bei der Umstellung auf nachhaltige Beschaffung und Lebenspraxis zu begleiten. Die Zusammenarbeit ist spannend, sehr motivierend und für unsere jeweiligen Arbeitsfelder wiederum gegenseitig anregend.
So schaue ich mit Zuversicht und Respekt auf die kommenden Zeit. Ich freue mich auf Dialoge und Prozesse, in denen wir gemeinsam mit Gemeinden Ideen generieren werden und behutsam aber mutig umsetzen werden. Wir werden Widerstände erfahren und akzeptieren müssen. Ich bin Begleiterin, Impuls gebende und empfangende, Zuhörerende, (Wissens-)Vermittelnde und Mut machende. Die Experten aber sind die Menschen, die das Projekt anders wachsen in ihren Gemeinden pflanzen werden. Sie wissen, welche Res-sourcen sie haben, sie wissen, welche Träume und Ziele sie entwickeln können. Und so lasse ich das Zagen, verbanne die Klage und freue mich – in besten Händen wissend - sehr auf die nächsten Monate!  Bleiben Sie behütet!
Herzlich: Anna Groschwitz

(zum Brief als pdf hierentlang).

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Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum

Wenn Maßlosigkeit das Maß aller Dinge geworden ist, müssen Christen aus der Freiheit ihres Glaubens heraus die besseren Alternativen aufzeigen.

Was will „anders wachsen“?

„anders wachsen“ ist eine christliche Initiative. Sie will Öffentlichkeit herstellen für die Notwendigkeit von Alternativen zum Wirtschaftswachstum. Als Kirche. In der Gesellschaft.

Wie soll das erreicht werden?

- durch Bildungsarbeit
- durch exemplarische Umsetzung der Erkenntnisse auf Gemeindeebene („anders wachsen“- Modellgemeinde)

 

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Spirituelle Guidelines zur Postwachstumsgesellschaft

Ein Erfahrungsbericht aus der kirchlichen Praxis von Christine Müller aus dem Sammelband »Diese Wirtschaft tötet« hrsg. von F. Segbers und S. Wiesgickl (2015)

"Die große Sehnsucht der Armen nach einer Welt der Gerechtigkeit und des Friedens, wie ich sie in großen ökumenischen Versamm-lungen und Weltsozialforen immer wieder hörte, wurde zu meiner Sehnsucht. Die Hoffnungen der Unterdrückten auf eine gerechtere, freiere Welt spiegelten sich in meinem Glauben wieder.[...]
Das Modell einer Gemeinde der Initiative „anders wachsen“, die ich mit gegründet habe, und die Überlegungen zur Gründung von KAIROS-Gemeinden, sollen im Abschnitt Handeln deutlich machen, welchen Beitrag christliche Gemeinden als solidarische
Gemeinden zu einer Postwachstums- gesellschaft leisten können."

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"anders-wachsen" - Gemeinde

Wie sieht christliche Gemeinde aus, wenn sie auf Grundlage ihres Glaubens an den dreieinigen Gott die Erkenntnisse der Initiative „anders wachsen“ konsequent lebt – in Frömmigkeit und geistlichem Leben, in Gemeindearbeit und allen praktischen Lebensvollzügen? Diese Fragestellung birgt neue und große Potentiale für den Gemeindeaufbau sowie für die Glaubwürdigkeit von Theologie und Kirche angesichts der politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. In vielen Gemeinden wird bereits in kleinen Schritten versucht möglichst nachhaltig zu leben und zu wirtschaften. Oftmals muss sich jedoch zu jedem weiteren Schritt schwer durchgerungen werden. In einer "anders wachsen“-Gemeinde, in der ein Grundsatzentschluss für eine solche Lebens- und Handlungsweise gefasst wäre, würde es unserer Hoffnung nach einfacher sein, nicht jede "Tasse fairen Kaffee" neu diskutieren zu müssen.

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Rückblick

Am Buß- und Bettag 2012 fand in der Thomaskirche, Leipzig, ein Thementag zum Thema "anders wachsen" statt. Die vollständige Dokumentation kann hier eingesehen werden. Außerdem haben wir von 2011-2013 Unterschrifen für eine Petition an die EKD gesammelt um eine breite Öffentlichkeitskampange zum Thema anzuregen.

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