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Unsere Abrufangebote

 „Mehr Gutes – weniger Güter:“ anders wachsen: Zwar sind wir mit einem hohen Lebensstandard beschert – aber zu welchem Preis? Und wer zahlt den? Kennen wir als Christinnen und Christen nicht andere, lebenswichtige Paradigmen: Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit, Frieden? Wie können wir ein Bewusstsein in Kirchen und christlichen Gemeinden dafür schaffen, dass ein anderes Zusammenleben nötig, aber auch möglich ist? Wie könnte christliche Gemeinde auf Grundlage ihres Glaubens eine Ethik des Genug in Lebenspraxis, Gemeindealltag, geistlichem Leben/Spiritualität und Gemeindeaufbau umsetzen? Als klassischer Gemeindeabend mit Vortrag und gemeinsamen Gespräch möglich oder Workshop möglich. Für Gemeindegruppen und Interessierte ab 15 Jahren.

Dauer: etwa 2 Stunden

 



"Sehet die Vögel unter dem Himmel an": Ein spirituelles Angebot zum Nachdenken und Erleben von Haben und Sein, Wachsen und Seinlassen. Was brauchen wir für ein gutes Leben? Und was haben wir bereits dafür - materiell, strukturell, spirituell, prinzipiell? In diesem Erfahrungsworkshop wollen wir Jesu Ermutigung zu (materieller) Sorglosigkeit und Gottvertrauen aus dem Matthäusevangelium nachspüren und ganz persönlich, aber auch deren aktuellen gesellschaftlichen Bezug reflektieren. Gemeinsames Gespräch und Austausch werden durch Achtsamkeitsübungen ergänzt. Für Gemeindegruppen aller Art.

Dauer: mind. 2 Stunden

 


 

"Maulwurfshügel, Sonnenblume, hohler Baum - Mein Leben und ich": Ein Angebot zur Reflexion und zum Austausch im Land-Art-Format: Wie will ich gelebt haben? Was ist mir wichtig im Leben? Wofür schlägt mein Herz? Wovon und weshalb lasse ich mich davon vielleicht ablenken? Im Bau von vergänglichen Objekten in der Natur liegt das Potenzial bisweilen auch meditativ in die Selbstreflexion zu diesen Fragen zu gehen. Für Naturverbundene, Sofahocker, Ausprobierer, Träumer, Vorsichtige und Haudegen ab 12 Jahren.

Dauer: mind. 3 Stunden

 


 

"Da ist auch mein Herz": Wir versuchen, uns mit Methoden des darstellenden Spiels Erfahrungen und Wünschen des eigenen Lebens zu nähern und in einem bewegten Bild, einer Performance, einer Szene spielerisch umzusetzen. Dabei nehmen wir mit Fragen nach unseren persönlichen Triumphen und Evergreens, Regentagen und Dürrezeiten Bezug zu den Themen Wachstum und Verzicht: Wofür schlägt mein Herz? Was sind meine Schätze? Für Gemeindegruppen aller Art, ab 12 Jahren.

Dauer: 3 Stunden

 


Kontakt:
Anna Groschwitz, anna.groschwitz@anders-wachsen.de

Ökumenisches Informationszentrum e.V.
Kreuzstraße 7
01067 Dresden
Tel.: 0351-49762263

 


Sie haben Interesse an öko-fairem Einkauf für Ihre Kirchgemeinde? Das ökumenische Netzwerk "Nachhaltige Gemeinde leben" bietet Workshops, Beratung und Vernetzung dazu an. Kontakt: Silke Pohl, s.pohl@infozentum-dresden.de

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Konzertlesung "BUEN VIVIR" Grupo Sal und Alberto Acosta

„Sumak Kawsay“, auch bekannt als „Buen Vivir“, ist eine Lebensanschauung der indigenen Andenvölker, die in den letzten Jahren vermehrt internationale Aufmerksamkeit erregt. Der Grund dafür liegt in der Aufforderung lateinamerikanischer Politiker*innen, zentrale Aspekte dieser Lebensweise auch in industrielle Gesellschaften zu integrieren. „Buen Vivir“ zielt nicht nur auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen, es bedeutet auch konkret eine neue „Ethik der Entwicklung“. Es fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Entwicklungskonzepten auf der Grundlage eines stetigen Wirtschaftswachstums.


„Buen Vivir“ ist scharf abgegrenzt von der Idee des individuellen guten Lebens. Es ist nur im sozialen
Zusammenhang denkbar, vermittelt durch die Gemeinschaft, in der die Menschen leben. Als Präsident
der verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador trug Alberto Acosta wesentlich dazu bei, diese
Ideen in der neuen ecuadorianischen Verfassung zu verankern und damit der Natur eigene Rechte
zuzusprechen. Er hat als erster den Versuch unternommen, aus dem indigenen Konzept des „Buen
Vivir“ politische Leitlinien für die westliche Welt zu entwickeln. Angesichts des Scheiterns der aktuellen
Wachstums- und Fortschrittskonzepte und der drohenden ökologischen und sozialen Krisen werden
neue Ideen heute zu einer Frage des Überlebens.

Alberto Acosta stellt am 19. Juni 2018 das Konzept des „Buen vivir“ mit seinen Herausforderungen
und Chancen für unsere Gesellschaft vor. Die Band Grupo Sal präsentiert leidenschaftlich und
virtuos ihre Interpretation lateinamerikanischer Musik. In diesem Zusammenspiel wird „Buen vivir“
erlebbar und gibt Anregungen für eine öffentliche Diskussion über eine gerechte und nachhaltige Zukunft.


Wann: 19.6.2018, 19.00 Uhr
Wo: St. Pauli Ruine Dresden
Wer: Eine Kooperation vom Kirchenbezirk Dresden Mitte, dem ÖIZ mit dem Projekt anders
wachsen, der Bunten Kirche Neustadt, mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Sachsen
Karten: nach Selbsteinschätzung: 15,- Euro, 10,- Euro und 5,-Euro, ab Mitte Mai erhältlich in der Bunten Kirche Neustadt, der Konzertkasse im Haus an der Kreuzkirche oder an der Abendkasse

P.S.:
Es gibt im "Zukunftsstadt Dresden-Prozess" auch eine Gruppe, die eine Woche des Guten Lebens
2020 als Reallabor in der Neustadt planen! Sie möchten herausfinden: Was passiert mit dem Leben
im Stadtraum, wenn dieser autofrei ist? Wie nutzen die Menschen diesen Raum? Wie geht es ihnen
damit? Dies soll wiederum zum Überdenken der eigenen Alltagspraxis anregen.
Vertreter*innen dieser Gruppe werden ebenfalls am Konzertabend dabei sein und ihre Idee vorstellen.

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Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum

Wenn Maßlosigkeit das Maß aller Dinge geworden ist, müssen Christen aus der Freiheit ihres Glaubens heraus die besseren Alternativen aufzeigen.

Was will „anders wachsen“?

„anders wachsen“ ist eine christliche Initiative. Sie will Öffentlichkeit herstellen für die Notwendigkeit von Alternativen zum Wirtschaftswachstum. Als Kirche. In der Gesellschaft.

Wie soll das erreicht werden?

- durch Bildungsarbeit
- durch exemplarische Umsetzung der Erkenntnisse auf Gemeindeebene („anders wachsen“- Modellgemeinde)

 

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Spirituelle Guidelines zur Postwachstumsgesellschaft

Ein Erfahrungsbericht aus der kirchlichen Praxis von Christine Müller aus dem Sammelband »Diese Wirtschaft tötet« hrsg. von F. Segbers und S. Wiesgickl (2015)

"Die große Sehnsucht der Armen nach einer Welt der Gerechtigkeit und des Friedens, wie ich sie in großen ökumenischen Versamm-lungen und Weltsozialforen immer wieder hörte, wurde zu meiner Sehnsucht. Die Hoffnungen der Unterdrückten auf eine gerechtere, freiere Welt spiegelten sich in meinem Glauben wieder.[...]
Das Modell einer Gemeinde der Initiative „anders wachsen“, die ich mit gegründet habe, und die Überlegungen zur Gründung von KAIROS-Gemeinden, sollen im Abschnitt Handeln deutlich machen, welchen Beitrag christliche Gemeinden als solidarische
Gemeinden zu einer Postwachstums- gesellschaft leisten können."

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"anders-wachsen" - Gemeinde

Wie sieht christliche Gemeinde aus, wenn sie auf Grundlage ihres Glaubens an den dreieinigen Gott die Erkenntnisse der Initiative „anders wachsen“ konsequent lebt – in Frömmigkeit und geistlichem Leben, in Gemeindearbeit und allen praktischen Lebensvollzügen? Diese Fragestellung birgt neue und große Potentiale für den Gemeindeaufbau sowie für die Glaubwürdigkeit von Theologie und Kirche angesichts der politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. In vielen Gemeinden wird bereits in kleinen Schritten versucht möglichst nachhaltig zu leben und zu wirtschaften. Oftmals muss sich jedoch zu jedem weiteren Schritt schwer durchgerungen werden. In einer "anders wachsen“-Gemeinde, in der ein Grundsatzentschluss für eine solche Lebens- und Handlungsweise gefasst wäre, würde es unserer Hoffnung nach einfacher sein, nicht jede "Tasse fairen Kaffee" neu diskutieren zu müssen.

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Rückblick

Am Buß- und Bettag 2012 fand in der Thomaskirche, Leipzig, ein Thementag zum Thema "anders wachsen" statt. Die vollständige Dokumentation kann hier eingesehen werden. Außerdem haben wir von 2011-2013 Unterschrifen für eine Petition an die EKD gesammelt um eine breite Öffentlichkeitskampange zum Thema anzuregen.

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