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Aktiv werden

Was Sie tun können:

Gottesdienste und Workshops veranstalten

Veranstalten Sie Gottesdienste (Predigt für das Pfingstfest und Gottesdienstablauf für Erntedank), Workshops, Gemeindeabende etc. zu „anders wachsen“. Fertiges Material zur Durchführung eines Workshops o. ä. gibt es hier (detailierte Verlaufsplanung, Material 1, Material 2, Präsentation, anders-wachsen Lied Wie viel, anders-wachsen Lied Es ist genug) weitere Literaturhinweise hier.
 

Mitbauen an einer "anders wachsen"-Gemeinde

Die Initiative "anders wachsen" hat einen Entwurf für eine Modellgemeinde erarbeitet. Wir freuen uns, wenn Gemeinden und einzelne Christen sich angeregen lassen, diesen vor Ort konkret umzusetzen oder mit uns praktisch an diesem weiterzuarbeiten.

Unseren Flyer ausdrucken und verteilen

Dieser kann hier heruntergeladen werden, zum selber ausdrucken.

selbst nachhaltig wirtschaften

  • Konsumieren Sie bewusst!
    regional - biologisch - fair
  • Achten sie auf ihren ökologischen Fußabdruck!
    (Eine kleine Hilfe kann dieser Ethik-Check sein zum download und selbst ausdrucken.)

Sich vernetzen und engagieren

  • Engagieren Sie sich in wachstumskritischen, sozialen und ökologischen Gruppen und Initiativen!
  • Gründen sie z.B. in Ihrer Kirchgemeinde eine Gruppe, die sich mit den Themen beschäftigt (z.B. ein Umweltteam - siehe Grüner Hahn oder Zukunft Einkaufen - oder einen Ausschuss für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit)!

Vielen Dank!

Wie geht "anders wachsen" praktisch? - Statements

Durch gar nicht wachsen: kein Auto, kein Fleisch seit 19 Jahren, keine Flüge (in Europa total strikt, außerhalb dienstlich alle paar Jahre eine Ausnahme), kleine Wohnung für zwei Gutverdiener, keine unterhaltungselektronischen und küchenbezogenen Energiefresser.

Felix E., Leipzig


Wir haben das Auto tatsächlich abgeschafft (in Berlin braucht man es wirklich nicht, woanders mag das anders sein) sind beim Carsharing und nutzen es wundersamerweise kaum (außerdem ist es spannend, jedes Mal ein anderes Auto zu fahren) haben eine neue Heizung eingebaut (und die letzten eisigen Winter wenigstens im Geldbeutel nicht gespürt) fahren zunehmend Fahrrad (auch wenn der „innere Schweinehund“ gelegentlich die Größe eines Ochsen hat) haben einen Fahrradanhänger angeschafft und bewältigen damit auch den Wochenend-Einkauf (und siehe da. Es geht!) vermeiden Flüge fahren Bahn (auch wenn ich dienstlich kreuz und quer durch Deutschland muss...) machen in der Umgebung Urlaub (auch wenn wir dabei zuweilen die Sonne vermissen) tauschen Klamotten vermindern unseren Fleischkonsum (zum Leidwesen unserer Söhne) bemühen uns um die Anschaffung reparabler Sachen und/oder praktizieren „Pimp your Kluft“ (mit originellen Flicken)beziehen Strom bei Lichtblick

Sabine von B., Berlin

 

Bei mir wachsen zur Zeit vor allem die Ausgaben für Essen, das nicht durch Ausbeutung und Gewalt hergestellt ist. Und das ist gut so.

Tobias K.

 

Nach 40 Arbeitsjahren habe ich mich selbständig gemacht und eine eigenfinanzierte Ausbildung zum Trainer für Konfliktmanagement und Mediator begonnen. Hier traf ich interessante Menschen, welche mich über ATTAC zum Bankenwechsel brachten, sowie zum Engagement bei ATTAC. (Im Arbeitsleben hatte ich als leitender Angestellter mit täglich über 10 Arbeitsstunden kein Auge hierfür)
Heute kaufen wir (mit unseren Kindern und Freunden) mittels einer Fahrgemeinschaft beim Bauern (vor unserer Stadt) und meiden den Supermarkt.
Ich habe "neu" begriffen, dass mein Reichtum die Menschen um mich herum sind und nicht das Leben, wie im Hamsterrad.

Rolf, Halle/S

 

Ich fahre bewußt mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß, Auto nur wenn es unbedingt sein muß oder nicht anders geht. Ich kaufe nur Dinge, die ich wirklich benötige - sich nicht von Angeboten aus der Werbung locken lassen.

Was kann es Besseres auf der Welt geben, als eine Gemeinschaft die liebevoll und fair miteinander umgeht.

Antje G., Gröditz

 

Anders wachsen wird meines Erachtens am besten realisiert durch „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ des Christian Felber und durch die „Ökosoziale Marktwirtschaft“ der Global-Marshall-Plan-Initiative.

Persönlich beteilige ich mich am anders wachsen auf folgende Weise:

mit meinem 31-Jahre alten Auto fahre ich 1400 km / Jahr

auf meinem Dach habe ich seit 18 Jahren eine Fotovoltaikanlage mit 3 kWp, die mehr Strom produziert wie ich verbrauche

ich habe einen Kleingarten gepachtet und produziere meine eigenen Kartoffel und Beeren, mein eigenes Gemüse und Obst

ich bin an 4 Windkraftanlagen beteiligt

Ich habe mich seit 50 Jahren mit Entwicklungshilfe beschäftigt und war fünfmal als UN-Consultant im Auftrag von UNDP und der WMO im Rahmen von Kurzzeiteinsätzen in Ostasienländern. Ich habe bei erlaßjahr mitgearbeitet (Vorträge). Ich habe mit anderen versucht, unsere Bayerische Landeskirche wirtschafts- und entwicklungspolitisch zu mehr Lobbyarbeit zu bewegen (Landessynode 1995) – leider ergebnislos. Ich habe mich für die Finanztransaktionssteuer eingesetzt.

Adolf C., Puchheim


Ich persönlich lebe "anders wachsen" seit meinem Ruhestand durch Entschleunigung. Ich kaufe ganz bewußt Lebensmittel aus der Region oder FairTrade-Produkte, esse wenig Fleisch. Ich unterstütze Non Governmental Organisations wie attac, Occupy, Aktion Zivilcourage e. V., soziale Einrichtungen wie Diakonie Pirna, Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS).
Der Glaube, und vor allem die Bewahrung der Schöpfung, und die Liebe zum Nächsten sind das Fundament für alternative Lebens- und Gesellschaftsentwürfe.

Horst B., Pirna

 

Einzelne Bedürfnisse werden abgewägt.......
Wir geben gern auch an soziale Einrichtungen.
Wichtigstes Gebot: niemals mehr ausgeben als da ist.

Bittet so wird euch gegeben
Dankbar leben

Uta S.

 

Haben Sie schon mal von einer Gemeinwohlökonomie gehört? Dort wird jegliches Wirtschaften nicht in € gemessen, sondern daran, ob diese Aktion dem Menschen dient (wohl tut). D.h. ein Unternehmen ist dann erfolgreich und nachahmenswert, wenn es z.B. die Genderfrage groß schreibt oder die Gehaltsspanne im Unternehmen max. das 20-fache beträgt oder ...

Bernhard F.

 

Meine Versuche, anders zu wachsen, hängen überwiegend mit meiner Spiritualität zusammen - und im Alltag bedeutet das für mich zum Beispiel, mich viel in der Natur zu bewegen, zu meinem Arbeitsplatz meistens mit dem Zug zu fahren, genussvoll zu essen, ganz besonders dann, wenn ich mal Fleisch esse und meiner Mitwelt, Mensch, Tier, Pflanzen mit möglichst viel Wertschätzung und Verbundenheit zu begegnen.

Annette H., Kaiserslautern

 

"anders wachsen" bedeutet für mich:
1. Einsatz für Geldumlaufsicherung und Bodenreform, insbesondere bei den Christen für gerechte Wirtschaftsordnung
2. Geldanlage bei der EthikBank

Anselm R., München

 

Fair-ökologischer Konsum, soweit ich darauf Einfluss habe (bin viel unterwegs und werde dann verpflegt); Bemühen um Spiritualität; Einsatz für Finanztransaktionssteuer via Unterschriften - das sind wohl meine drei Stellen, an denen ich versuche, aus dem Mainstream auszuscheren.

Karin G. F., Neustadt an der Weinstraße

 

"anders wachsen" kann durch nachhaltiges Verhalten erreicht werden, praktisch durch sparsamen Verbrauch jeglicher Ressourcen (Energie jeder Art, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Finanzen, personelle Ressourcen).

Claus Peter G., Dresden

 

Wir versuchen, seit nun über 40 Jahren unseren Lebensstil an praktisch allen von Ihnen aufgelisteten Leitworten zu orientieren, außer „Arbeit teilen“, aber die überlassen wir als Pensionäre ohnehin anderen… Seit sieben Jahren haben wir kein Auto mehr. Unsere persönliche Lebensqualität ist bei alledem gestiegen – aber leider sehen wir im Großen keinerlei wirkliche Verbesserung der Zustände. Im Gegenteil.

Veit und Uta S., K.

 

 

Ich habe erkannt, dass ich die rasant fortschreitende Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen durch persönliche Verhaltensänderungen allein nicht stoppen kann. Deshalb engagiere ich mich gemeinsam mit anderen in einer politischen Partei.

Volkmar Z., Chemnitz

 

Mein persönlicher Beitrag zum "Anders Wachsen" geschieht durch die Veröffentlichung von zeitlosen Cartoons.

Walter W.

 

Eine Super-Möglichkeit für "Anders Wachsen" ist seit vielen Jahren für mich, Geld bei Oikokredit anzulegen! Dort ist mein Erspartes sicher, bleibt verfügbar und verbessert die Lebensqualität für Menschen, die arbeiten wollen. Ich bin nicht auf hohe Rendite angewiesen, gewinne durch die Geldanlage aber viel Freude daran zu sehen, welche Früchte die Arbeit von Oikokredit trägt!  

Almuth S.

 

Meine Art, anders zu wachsen:

Ich leite unser Kantoreiorchester (Streichern, Bläsern...) und erlebe, wie das gemeinsame Musizieren viel Spaß macht und das Leben bereichert. Auch schon den Kindern versuchen wir, dies nahezubringen. In Gesprächen und auch schon in einem Themenabend versuche ich die Menschen über die Wachstumsproblematik zu sensibilisieren.

Verantwortungsbewusst leben:

- weitgehend Fahrrad statt Auto

- Solar unterstützt Heizung

- Wärmedämmung

- wenig Unnötiges kaufen...

Gleichzeitig damit aber Sinne schärfen für die kostenlosen Freuden

  - die Blumen am Weg ... und ihren Duft

  - die Forellen im Bach unter der Brücke

  - die schöne erzgebirgische Landschaft...

Da nehme ich mir ab und zu auch die Zeit, mal stehen zu bleiben und zu genießen.

Wolfgang F.

 

1. Ich kaufe nur fair gehandelten Kaffee und fair gehandelte Südfrucht-Säfte

2. Ich leihe mir Bücher wenn möglich aus der Bibliothek aus oder kaufe sie gebraucht.

3. Ich kaufe keine Plastiktüten, sondern benutze Stoffbeutel. Plastiktüten verwende ich, wenn vorhanden, mehrmals, wenn sie sehr alt sind, als Müllbeutel.

Franz S., Leipzig

 

"anders wachsen" heißt für mich: reparieren statt neu kaufen.

Für wenige Euro Materialaufwand kann ich PC, Drucker, Monitore und andere elektronische Geräte wieder instandsetzen, auch wenn die "offizielle" Meinung heißt "das lohnt sich nicht".

Ich bekenne mich schuldig, damit für mangelndes Wirtschaftswachstum mit verantwortlich zu sein. Aber das gute Gefühl ist es mir wert!

Heiko R.,  Kohren-Sahlis

 

Wenn wir „anders wachsen“ und „anders leben“ wollen, erscheint mir besonders wichtig und überfällig, daß wir uns trotz immer wieder aufkommender Bedenken gezielter und intensiver solidarisieren und zusammenarbeiten mit Bündnisgenossen. Ich rege vorab an z.B. mit s21-christen-sagen-nein, NaturFreunde Deutschland, Deutscher Versöhnungsbund, BUND, Attac.

Ulrich B.

 

Ich habe die meiste Zeit meines Lebens in der DDR gelebt. Durch die Mangelwirtschaft habe ich von Kindheit an gelernt, kreativ mit diesem Mangel umzugehen. Das bedeutet, dass ich mit den nötigen materiellen Dingen sparsam umgehe, wie Resteverwertung in der Küche; Kleidung wird nicht ständig ausgetauscht, sondern repariert; mit meinen Möbeln will ich alt werden, habe ich mir schon bei ihrem Kauf vorgenommen. Wichtig ist mir, fair gehandelte, regionale und saisonale Produkte zu kaufen, also fair-ökologischer Konsum.

Was mir total fremd ist, ist die Finanzwelt mit ihren „Produkten“. Ich habe mein Geld bei einer kirchlichen Bank hinterlegt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir meine Verhaltensweisen ein starkes Freiheitsgefühl geben, ich bin nicht in dem Hamsterrad gefangen alles tun zu müssen, was man gesellschaftlich anerkannt zu tun hat. Für mich hat diese Freiheit etwas mit meinem Glauben zu tun, Gott macht mich frei von den Zwängen meiner Umgebung.

Damit bin ich auch frei, mich offener meinen Mitmenschen zuzuwenden und die spüren das, wie ich es ihren Reaktionen in verschiedensten Situationen entnehme.

Friederike M., Leipzig

 

Ich bin Mitglied der Christen für gerechte Wirtschaftsordnung, Mitglied einer Sterbekasse "Gegenseitigkeit ", Mitglied der Bürgergemeinschaft, Förderer von Attac und lokales Mitglied von Attac.

Ferner versuche ich den Gedanken eines zinslosen Geldes in meine ev.l. Kirchengemeinde zu bringen.

Tony G.

 

Wir kaufen Kleidung gebraucht oder ökologisch und fair hergestellt (Fairwear Foundation). Bei Molkereiprodukten, Obst, Gemüse und Wurst achten wir auf ökologische Herstellung. Außerdem beziehen wir Lichtblick - Strom. Dieses Jahr haben wir zudem ein Giro - und ein Sparkonto bei der nachhaltig wirtschaftenden KD - Bank angelegt.

Arndt K., Glauchau


Anders Wachsen bedeutet für mich im Alltag:

- mit dem Fahrrad zur Arbeit (15 km)

- saisonale Bio- , bzw. Fair-Trade-Produkte konsumieren, wann immer möglich, aus der Region

- zwei scharfe Messer, statt zehn Geräte in der Küche

- defekte Geräte reparieren, statt neue kaufen

- Weltladenarbeit

- Urlaub mit Kajak, Fahrrad oder Rucksack

- Reisen mit der Bahn, wann immer möglich

Steffen H., Versmold


Ich bin Vegetarierin, Biolebensmittel, möglichst aus der Region, minimaler Verbrauch von Milchprodukten und Eiern seit August 1982. Ohne Auto, Radfahrerin, öffentliche Verkehrsmittel. Genaue Mülltrennung, Bemühung um Müllvermeidung.

Tee, Kaffee, Schokolade, kleine Geschenke und gelegentliche Textilien im Eine Weltladen. Haushaltsstrom von EWS (€ 21 pro Monat).

Kleidung vielfach auslüften, daher weniger waschen. Waschen mit Biowaschmitteln und niedrigen Temperaturen.

Mitarbeit bei Frauen in Schwarz (für Gewaltlosigkeit). Engagement für nachbarschaftliche Hilfen im Rahmen meiner Kräfte.

Waltraud G., Holzkirchen


Ich versuche lange Reisen zu vermeiden und fliege auch nicht in den Urlaub. Soweit mir das möglich ist, möchte ich mit meinen wenigen Mitteln die unterstützen, die außerhalb Europas unter schlechten Bedingungen unserem Überfluss produzieren (Brot für die Welt, GLS Bank). Ein Stück Lebensqualität ist für mich der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad.

Sebastian G., Dresden


- Engagement in Natur und Umwelt, Mitbegründer des Naturschutzzentrums 'Oberlausitzer Bergland', sporadisch Öffentlichkeitsarbeit für Belange des Biotop- und Artenschutzes, auch ehrenamtliche Vorträge diesbezüglich, aktive Arbeitseinsätze in der Natur

- Engagement im 'Eine Welt Laden', Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit

- Mitglied im 'projekt LEBEN e.V.' in Lauterbach nahe Biw., Projekte in Romakirche Rumänien, soziale und ökologische Projekte vor Ort

- Mitglied im Verein 'Zeitzeugenbörse Bischofswerda' als einer der ersten Bürgerbewegten ab Mai 1989, ich träumte von einem echten gesell. Fortschritt, dieser Traum ist z.T. nicht in Erfüllung gegangen

- große Wandertouren alternativ mit Rad und manchmal mit Zelt
- Konsum eines Teils der Lebensmittel aus ökologischer und regionaler Landwirtschaft

- Nutzung von Regenwasser im Haushalt

- begrenzter Fleischkonsum

Helgard und Ekkehard H., Bischofswerda

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Bildnachweis: © Brot für die Welt - Bearbeitung W. Lechner