+

Stellenausschreibung

Der Ev.-Luth. Kirchenbezirk Dresden Mitte sucht möglichst ab 1.8.2019 eine/n Referentin/en für eine missionarische Projektstelle zur Etablierung von „anders -wachsen“-Modellgemeinden in Dresden.

Aufgabe der/s Stelleninhaberin/s wird es sein, in Zusammenarbeit mit den Haupt- und Ehrenamtlichen sowie mit neu zu gewinnenden Engagierten zwei Dresdner Kirchgemeinden (Johanneskirchgemeinde, Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung) zu Modellgemeinden entsprechend der Initiative „anders wachsen – Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum“ zu profilieren.
Dazu gehören

- die Stärkung der Verbindung von gemeindlichem Glaubensleben und gesellschaftlichem Engagement

- die Beförderung eines gesellschaftsrelevanten Gemeindeaufbaus

- Fragen der Lebenspraxis (Umstellung der Beschaffung, Einüben einer „Ethik des Genug“, exemplarische Erprobung alternativer Wirtschaftsmodelle)

- Entwicklung von Angeboten der Entschleunigung

- Vernetzung mit inner- und außerkirchlichen Organisationen und Initiativen

- Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

- Multiplikation der Ergebnisse in Kirchenbezirk, Landeskirche und EKD.

 

Wir bieten:

- zwei aktive und engagierte Gemeinden, die bereits erste Schritte gegangen sind und die Profilierung zusammen mit der/m Stelleninhaber/in vorantreiben wollen (entsprechende Absichtserklärungen der Kirchenvorstände liegen vor)

- motivierte Hauptamtlichenteams sowie große Netzwerke ehrenamtlich Engagierter

- vielfältige Möglichkeiten, das Stellenprofil selbst schwerpunktmäßig zu prägen

- 100 % Stellenumfang, Stellenteilung auf zwei Personen zu jeweils 50 % möglich (bei Interesse in der Bewerbung angeben)

- Gehaltsgruppe EG 10

- Anstellung für drei Jahre (Verlängerung auf insgesamt 6 Jahre ist angestrebt, unter Voraussetzung entsprechender Fördermittel).

 

Wir erwarten:

- theologischen Abschluss (mindestens Gemeindepädagogik C-Abschluss, Theologie Bachelor oder Prädikantenbefähigung)

- Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD oder einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK)

- gute Kenntnisse und praktische Erfahrung in den Themenkomplexen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit, idealerweise auch Wachstumskritik/Postwachstum

- missionarische Grundeinstellung

- geistliche Sprachfähigkeit

- Erfahrung in Verkündigung und Gemeindeaufbau

- Lust und Talent, auf Menschen unterschiedlicher Frömmigkeitsstile sowie ohne christliche Anbindung zuzugehen und mit ihnen Gemeinde zu bauen

- Bereitschaft und Motivation, sich auf die Situation von Kirchgemeinden in einer ostdeutschen Großstadt einzulassen

- Fähigkeit, Menschen zu vernetzen und zur Mitarbeit zu motivieren.

Nähere Informationen auf www.anders-wachsen.de unter „anders wachsen-Gemeinde“

Auskunft erteilen Superintendent Christian Behr (Tel. 0351-4393910), Pfarrer Tobias Funke (Tel. 0351-44679638) und Pfarrer Walter Lechner (Tel. 0351-4226911).
Bewerbungen können bis 15.6. schriftlich an die Ev.-Luth. Superintendentur Dresden Mitte, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden geschickt werden. Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der 25. oder 26. Kalenderwoche (17.-28.6.) statt.

»»» weiterlesen

Leitplan für eine Ökonomie des Lebens und für Umweltgerechtigkeit

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat ein Papier vorgelegt, das Gemeinden und Kirchen einladen will, den Umgang mit der Wirtschaft und unserer ökologischen Umgebung zu ändern.

"Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Nie
zuvor war die ökumenische Einheit so groß und
nie waren mehr Menschen der Überzeugung,
dass ein tiefgreifender Systemwandel notwendig
ist. [...]

Wir begeben uns auf eine Reise für
Veränderung. Wir sind dankbar für alles, was
wir bisher erreicht haben. Trotzdem spornt
uns Gottes Aufforderung, unsere Nächsten zu
lieben wie uns selbst und sehr sorgsam mit
der Schöpfung umzugehen, an, noch mehr
zu tun."

1) Ein Leben im Einklang mit dem Bund mit Gott und der Schöpfung:
Kleinbäuerliche, lebenspendende Landwirtschaft unterstützen und betreiben
Gemeinschaftsgärten einrichten
Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen

2) Erneuerbare Energien und Klimaschutz:
Energieverbrauch kontrollieren und vermehrt erneuerbare Energien verwenden
Klimafreundliche Mobilität fördern
Energie und Materialien bewusst einsetzen

3) Gerechter und nachhaltiger Konsum:
Ökologisch produzierte, fair gehandelte und regionale Produkte kaufen
Abfall reduzieren
Wiederverwenden und recyclen

4) Ökonomien des Lebens
Orte für geldlosen Tauschhandel schaffen
Alternative Wirtschaftsmodelle umsetzen
Gerechte Finanzwirtschaft betreiben

5) Netzwerken
Beauftragte für wirtschaftliche und Umweltgerechtigkeit benennen
Innerhalb unserer Gemeinschaften und darüber hinaus die Stimme erheben zu ökonomischen
und ökologischen Themen
Vernetzung mit anderen Gemeinschaften und Initiativen

Hier gehts zum Download.

»»» zur Petition
+

epd-Dokumentation erschienen

Der Evangelische Pressedienst hat am 10. Juli eine Dokumentation zum 1. EKD-Nachhaltigkeitsforum in Hofgeismar herausgegeben. Der Titiel "Die Rolle der Kirchen und der Diakonie bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN" enthält auch einen Beitrag von Walter Lechner und Anna Groschwitz, die mit einem Impuls-Kurzreferat zum Thema "anders wachsen" eingeladen waren.

"Das erste Forum Nachhaltigkeit richtete sich an kirchliche und diakonische Akteure und diente der kirchlich-diakonischen Verständigung über die eigene Rolle im Nachhaltigkeitsdiskurs. Dabei wurde die Rolle der Kirchen als Mahnerin, Mittlerin und Motor für eine nachhaltige Entwicklung anhand von vielfältigen Praxisbeispielen aus Kirche und Diakonie diskutiert und die eigenen Potenziale sowie Defizite ehrlich in den Blick genommen. Ein lebendiger, interdisziplinärer Austausch der 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen kirchlichen und diakonischen Arbeitsfeldern, Einrichtungen, Kirchenkreisen und Initiativen bot viel Gelegenheit zur Vernetzung und lieferte eine Fülle von Impulsen, die in der epd-Dokumentation festgehalten sind und für die Weiterarbeit an dieser wichtigen Zukunftsfrage genutzt werden können." Dr. Ruth Gütter, Nachhaltigkeitsbeauftragte der EKD

epd Dokumentation 28/2018, zu bestellen bei  doku@epd.de  für 5,10 Euro.

»»» weiterlesen

Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum

Wenn Maßlosigkeit das Maß aller Dinge geworden ist, müssen Christen aus der Freiheit ihres Glaubens heraus die besseren Alternativen aufzeigen.

Was will „anders wachsen“?

„anders wachsen“ ist eine christliche Initiative. Sie will Öffentlichkeit herstellen für die Notwendigkeit von Alternativen zum Wirtschaftswachstum. Als Kirche. In der Gesellschaft.

Wie soll das erreicht werden?

- durch Bildungsarbeit
- durch exemplarische Umsetzung der Erkenntnisse auf Gemeindeebene („anders wachsen“- Modellgemeinde)

 

»»» weiterlesen
+

Spirituelle Guidelines zur Postwachstumsgesellschaft

Ein Erfahrungsbericht aus der kirchlichen Praxis von Christine Müller aus dem Sammelband »Diese Wirtschaft tötet« hrsg. von F. Segbers und S. Wiesgickl (2015)

"Die große Sehnsucht der Armen nach einer Welt der Gerechtigkeit und des Friedens, wie ich sie in großen ökumenischen Versamm-lungen und Weltsozialforen immer wieder hörte, wurde zu meiner Sehnsucht. Die Hoffnungen der Unterdrückten auf eine gerechtere, freiere Welt spiegelten sich in meinem Glauben wieder.[...]
Das Modell einer Gemeinde der Initiative „anders wachsen“, die ich mit gegründet habe, und die Überlegungen zur Gründung von KAIROS-Gemeinden, sollen im Abschnitt Handeln deutlich machen, welchen Beitrag christliche Gemeinden als solidarische
Gemeinden zu einer Postwachstums- gesellschaft leisten können."

»»» weiterlesen

"anders-wachsen" - Gemeinde

Wie sieht christliche Gemeinde aus, wenn sie auf Grundlage ihres Glaubens an den dreieinigen Gott die Erkenntnisse der Initiative „anders wachsen“ konsequent lebt – in Frömmigkeit und geistlichem Leben, in Gemeindearbeit und allen praktischen Lebensvollzügen? Diese Fragestellung birgt neue und große Potentiale für den Gemeindeaufbau sowie für die Glaubwürdigkeit von Theologie und Kirche angesichts der politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. In vielen Gemeinden wird bereits in kleinen Schritten versucht möglichst nachhaltig zu leben und zu wirtschaften. Oftmals muss sich jedoch zu jedem weiteren Schritt schwer durchgerungen werden. In einer "anders wachsen“-Gemeinde, in der ein Grundsatzentschluss für eine solche Lebens- und Handlungsweise gefasst wäre, würde es unserer Hoffnung nach einfacher sein, nicht jede "Tasse fairen Kaffee" neu diskutieren zu müssen.

»»» weiterlesen
+

Rückblick

Am Buß- und Bettag 2012 fand in der Thomaskirche, Leipzig, ein Thementag zum Thema "anders wachsen" statt. Die vollständige Dokumentation kann hier eingesehen werden. Außerdem haben wir von 2011-2013 Unterschrifen für eine Petition an die EKD gesammelt um eine breite Öffentlichkeitskampange zum Thema anzuregen.

»»» weiterlesen